Intensive Emotionen, instabile Beziehungen, ein schwankendes Selbstbild – und das Gefühl, nie „genug" zu sein? Machen Sie jetzt den kostenlosen Borderline Selbsttest direkt auf dieser Seite. Erfahren Sie, warum die ICD-11 Borderline nicht mehr als eigenständige Diagnose führt – und was das für Ihre Diagnostik bedeutet.
Beantworten Sie die folgenden 10 Fragen mit Ja oder Nein. Dieser Borderline Selbsttest basiert auf dem MSI-BPD (McLean Screening Instrument) nach Zanarini et al. – einem der am häufigsten eingesetzten Screening-Instrumente für das Borderline-Muster.
Haben Sie häufig das Gefühl, nicht zu wissen, wer Sie wirklich sind oder was Sie im Leben wollen?
Haben Sie häufig intensive Stimmungsschwankungen, die innerhalb von Stunden wechseln?
Wechseln Sie häufig zwischen extremer Idealisierung und Abwertung von Menschen?
Haben Sie panische Angst davor, von nahestehenden Personen verlassen zu werden?
Haben Sie sich jemals absichtlich selbst verletzt oder Suizidgedanken als Reaktion auf Beziehungskonflikte gehabt?
Handeln Sie häufig impulsiv in Bereichen wie Geld ausgeben, Essen, Substanzkonsum oder riskantes Verhalten?
Fühlen Sie sich häufig innerlich leer?
Haben Sie intensive Wutausbrüche, die für andere unverhältnismäßig erscheinen?
Erleben Sie in Stresssituationen Phasen, in denen Sie sich unwirklich fühlen oder sich von sich selbst losgelöst erleben?
Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Beziehungen häufig im Chaos enden – obwohl Sie sich nach Nähe sehnen?
Dieser Selbsttest gibt einen ersten Anhaltspunkt. Aber: Die ICD-11 hat Borderline als eigenständige Diagnose abgeschafft. Heute wird zuerst eine allgemeine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, dann der Schweregrad bestimmt, und erst dann das Borderline-Muster zugeordnet. Ein einfacher Borderline Test online kann diese Einordnung nicht leisten.
Fundierte Diagnostik bestellen – 39,95 €„Meine Gefühle schwanken innerhalb von Stunden. Eben noch euphorisch, dann bodenlos traurig. Andere verstehen das nicht – ich selbst auch nicht."
„Ich idealisiere Menschen – und werte sie dann ab. Ich brauche Nähe, aber wenn jemand zu nah kommt, stoße ich ihn weg."
„Ich weiß nicht, wer ich bin. Meine Werte, Ziele, sogar mein Geschmack – alles verändert sich ständig."
„Die Angst, verlassen zu werden, ist überwältigend. Ich tue alles, damit es nicht passiert – und genau das treibt die Menschen weg."
„Ich fühle mich oft innerlich leer – als wäre da ein Loch, das ich mit nichts füllen kann."
„In Stresssituationen fühle ich mich unwirklich, als wäre ich neben mir. Als würde ich mir selbst dabei zusehen."
Die ICD-11 hat das gesamte Persönlichkeitsstörungs-System grundlegend umgebaut. Borderline existiert nicht mehr als eigenständige Diagnose – sondern als „Borderline-Muster" (6D11.5), ein optionaler Zusatzcode zu einer dimensionalen PS-Diagnose.
Was das bedeutet: Zuerst wird geprüft, ob überhaupt eine Persönlichkeitsstörung vorliegt, dann der Schweregrad bestimmt, dann die dominanten Persönlichkeitsmerkmale beschrieben – und erst am Ende kann das Borderline-Muster als Specifier zugeordnet werden.
Das alte System (ICD-10) listete 10 starre Kategorien auf. Die ICD-11 ersetzt sie durch ein flexibles, dimensionales Modell in drei Schritten:
Leicht, moderat oder schwer – basierend auf Funktionsbeeinträchtigung in Selbst- und Beziehungsfunktionen. Muss seit ≥ 2 Jahren bestehen.
Fünf Persönlichkeitsmerkmale beschreiben den „Stil" der Störung: welche Muster dominieren (z.B. Negative Affektivität + Enthemmung).
Optional: Der Borderline-Pattern-Specifier (6D11.5) kann zusätzlich kodiert werden – mit den bekannten 9 Kriterien.
Die ICD-11 beschreibt fünf Trait-Domänen, die – in unterschiedlicher Kombination – das individuelle Profil einer Persönlichkeitsstörung ausmachen. Das Borderline-Muster ist typischerweise mit hoher Negativer Affektivität und Enthemmung assoziiert.
Angst, Traurigkeit, Scham, Reizbarkeit, emotionale Labilität
Emotionaler und sozialer Rückzug, Vermeidung von Nähe
Empathiemangel, Selbstbezogenheit, Manipulation
Impulsivität, Risikobereitschaft, mangelnde Selbstkontrolle
Perfektionismus, Rigidität, Kontrollbedürfnis
Instabilität in Emotionen, Beziehungen, Selbstbild + Impulsivität
Der Borderline-Pattern-Specifier ist nahezu identisch mit den DSM-5 Kriterien. Er wird angewendet, wenn mindestens 5 der folgenden 9 Merkmale vorliegen und die allgemeinen PS-Anforderungen (Schweregrad + ≥ 2 Jahre) erfüllt sind:
Das Borderline-Muster überschneidet sich massiv mit anderen Störungsbildern. Das ist einer der Gründe, warum es von der ICD-11 nicht mehr als eigenständige Kategorie geführt wird – und warum eine differenzierte Diagnostik so entscheidend ist.
der Betroffenen mit Borderline-Muster erfüllen die Kriterien für mindestens eine weitere psychische Störung. Im Schnitt liegen 3–4 Komorbiditäten vor (Zanarini et al., 2004).
Die häufigsten Fehldiagnosen: Borderline wird mit Bipolarer Störung verwechselt (Stimmungsschwankungen), mit komplexer PTBS (Emotionsregulation, Beziehungsprobleme) und mit Depression (chronische Leere, Hoffnungslosigkeit).
Das neue ICD-11 Modell hilft hier: Statt „ist es Borderline oder Depression?" fragt es „welche Trait-Domänen sind betroffen und wie schwer ist die Funktionsbeeinträchtigung?"
Die häufigste Komorbidität. Chronische Leere und Hoffnungslosigkeit bei Borderline ähneln Depressionssymptomen, erfordern aber eine andere Behandlung.
Mehr über DepressionSoziale Angst, Generalisierte Angst und Panikstörung treten bei Borderline-Muster überdurchschnittlich häufig auf.
Mehr über AngststörungenDie häufigste Fehldiagnose. kPTBS und Borderline-Muster teilen Emotionsregulationsprobleme, instabile Beziehungen und Identitätsstörung. Der Unterschied: bei kPTBS stehen traumatische Erfahrungen im Mittelpunkt.
Mehr über BelastungsstörungenDie emotionale Instabilität und zwischenmenschlichen Konflikte bei Borderline-Muster können zu chronischer arbeitsbezogener Erschöpfung führen.
Mehr über Burnout
Das Borderline-Muster gehört zu den am besten behandelbaren Persönlichkeitsstörungen. Die S3-Leitlinie empfiehlt spezifische Psychotherapieverfahren, die auf die Kernprobleme zugeschnitten sind. Welches Verfahren passt, hängt vom individuellen Profil ab.
Von Marsha Linehan speziell für Borderline entwickelt. Fokus auf Emotionsregulation, Achtsamkeit, Stresstoleranz und zwischenmenschliche Fertigkeiten. Die am besten untersuchte Therapie bei Borderline-Muster.
Stärkt die Fähigkeit, eigene und fremde Gedanken, Gefühle und Absichten zu erkennen und zu verstehen. Besonders wirksam bei Beziehungsproblemen und Identitätsstörung.
Identifiziert und verändert tief verwurzelte Schemata (z.B. Verlassenheit, Wertlosigkeit), die in der Kindheit entstanden sind und Verhalten, Beziehungen und Emotionen bis heute beeinflussen.
Arbeitet an der Identitätsintegration durch die therapeutische Beziehung. Nutzt die Übertragungsdynamik, um abgespaltene Selbst- und Objektrepräsentanzen zu integrieren.
Das Borderline-Muster hat die beste Behandlungsprognose aller Persönlichkeitsstörungen. Aber: Wird Borderline mit Depression verwechselt, greift die Behandlung zu kurz. Wird es mit Bipolarer Störung verwechselt, werden falsche Medikamente eingesetzt. Unser Testverfahren stellt sicher, dass die Diagnose stimmt – als Grundlage für die richtige Therapie.
| Kostenlose Selbsttests | Unser Testverfahren | |
|---|---|---|
| Umfang | 10 Fragen (MSI-BPD) | Umfassendes Screening + SCID-5 |
| Auswertung | Automatisch (Algorithmus) | Persönlich durch Psychologen |
| Ergebnis | Punktwert / Ja/Nein | Verdachtsdiagnose nach ICD-11 |
| ICD-11 Schweregrad | Nicht bestimmbar | Leicht / Moderat / Schwer |
| Trait-Domänen | Nicht erfasst | Alle 5 Domänen differenziert |
| Borderline vs. kPTBS | Nicht unterscheidbar | Gezielt differenziert |
| Komorbide Depression/Angst | Nicht erkannt | Systematisch erfasst |
| Handlungsempfehlung | Keine | Individuelle Empfehlung |
Borderline-Muster, Depression, komplexe PTBS – oder eine Kombination? Unser Testverfahren differenziert nach dem aktuellen ICD-11 Modell, was kein kostenloser Borderline Test online leisten kann.
Der WHO-5 misst Ihr allgemeines psychisches Wohlbefinden in einer Minute. Kein Borderline Test im engeren Sinne, aber ein starkes Signal.
Jetzt kostenlos testenPsychologe (M.Sc., Note 1,5) mit Masterarbeit über psychologische Online-Diagnostik (Note 1,0). Borderline ist das Störungsbild mit der höchsten Fehldiagnoserate. Ich werte jedes Ergebnis persönlich aus und grenze das Borderline-Muster sorgfältig von Depression, Bipolarer Störung, komplexer PTBS und anderen PS ab – nach dem aktuellen ICD-11 Modell.