Ein belastendes Erlebnis, das nicht loslässt – Flashbacks, Albträume, innere Taubheit oder ständige Alarmbereitschaft. Machen Sie jetzt den kostenlosen Belastungs-Screening direkt auf dieser Seite. Erfahren Sie, warum die Abgrenzung zwischen PTBS, Anpassungsstörung und anhaltender Trauerstörung entscheidend ist – denn die Behandlung unterscheidet sich grundlegend.
Wie stark waren Sie in den letzten 4 Wochen von den folgenden Beschwerden betroffen? Dieser Selbsttest orientiert sich am PCL-5 (PTSD Checklist) und erfasst die Kernsymptome einer Belastungsstörung: Wiedererleben, Vermeidung und Übererregung.
Wiederkehrende, belastende Erinnerungen an das Erlebnis, die sich aufdrängen.
Albträume über das Erlebnis oder damit zusammenhängende Themen.
Plötzliches Handeln oder Fühlen, als würde das Erlebnis gerade wieder stattfinden (Flashbacks).
Vermeidung von Erinnerungen, Gedanken oder Gefühlen, die mit dem Erlebnis zusammenhängen.
Vermeidung von Orten, Personen oder Situationen, die an das Erlebnis erinnern.
Übertriebene Schreckhaftigkeit oder ständige Wachsamkeit (Hypervigilanz).
Ein- oder Durchschlafprobleme, die mit belastenden Gedanken oder Albträumen zusammenhängen.
Gefühlstaubheit – das Gefühl, von anderen Menschen oder der eigenen Umgebung abgetrennt zu sein.
Starke Schuld- oder Schamgefühle im Zusammenhang mit dem Erlebnis.
Schwierigkeiten, den Alltag zu bewältigen – Arbeit, Beziehungen oder Haushalt fallen schwer.
Dieser Selbsttest erfasst die Schwere Ihrer Belastungssymptome. Aber er kann nicht unterscheiden, ob eine PTBS, eine Anpassungsstörung, eine komorbide Depression oder eine Persönlichkeitsstörung vorliegt.
Fundierte Diagnostik bestellen – 39,95 €„Bilder von dem, was passiert ist, kommen ohne Vorwarnung. Ein Geräusch, ein Geruch – und plötzlich bin ich wieder dort."
„Ich habe Albträume, fast jede Nacht. Morgens bin ich erschöpft, aber wach bleiben will ich auch nicht."
„Ich fühle mich innerlich taub. Freude, Trauer, Liebe – ich weiß, dass ich diese Gefühle haben sollte, aber da ist nur Leere."
„Ich bin ständig in Alarmbereitschaft. Jedes unerwartete Geräusch lässt mich zusammenzucken."
„Seit der Trennung komme ich einfach nicht darüber hinweg – obwohl es schon Monate her ist."
„Ich vermeide alles, was mich daran erinnert. Orte, Menschen, Gespräche. Mein Leben wird immer kleiner."
Belastungsstörungen entstehen als Reaktion auf schwere oder anhaltende psychische Belastungen. Die ICD-11 unterscheidet vier Hauptformen: PTBS (6B40), Komplexe PTBS (6B41), Anhaltende Trauerstörung (6B42) und Anpassungsstörung (6B43).
In Deutschland sind ca. 1,5–3 % der Bevölkerung von einer PTBS betroffen. Deutlich häufiger ist die Anpassungsstörung, die auch ohne klassisches Trauma auftreten kann.
Die ICD-11 beschreibt drei zentrale Symptomcluster der posttraumatischen Belastungsstörung. Symptome müssen über mindestens einen Monat bestehen und in Zusammenhang mit einem traumatischen Erlebnis stehen:
Es gibt nicht „die eine" Belastungsstörung. PTBS, komplexe PTBS, Anhaltende Trauerstörung und Anpassungsstörung unterscheiden sich in Ursache, Verlauf und Behandlung. Ein kostenloser PTBS Test online prüft in der Regel nur die klassische PTBS.
Entsteht nach einem oder mehreren traumatischen Erlebnissen. Gekennzeichnet durch Wiedererleben (Flashbacks, Albträume), Vermeidungsverhalten und anhaltende Übererregung. Symptome bestehen über mindestens einen Monat.
Entsteht nach wiederholter oder anhaltender Traumatisierung – etwa bei Kindesmissbrauch oder langjährigem Mobbing. Zusätzlich zu den PTBS-Symptomen kommen Schwierigkeiten in Emotionsregulation, Selbstbild und Beziehungen hinzu.
Neu in der ICD-11: Eine intensive, lang andauernde Trauerreaktion, die über das kulturell erwartbare Maß hinausgeht. Betroffene erleben anhaltende Sehnsucht, Unfähigkeit den Verlust zu akzeptieren und können sich nicht an ein Leben ohne die verstorbene Person anpassen – über mindestens 6 Monate nach dem Verlust.
Entsteht als Reaktion auf belastende Lebensereignisse wie Trennung, Jobverlust, Krankheitsdiagnose oder Umzug – auch ohne klassisches Trauma. Betroffene können sich nicht an die veränderte Situation anpassen und entwickeln depressive oder ängstliche Symptome.
PTBS-Symptome überlappen sich massiv mit anderen Störungsbildern. Über 80 % der PTBS-Betroffenen erfüllen Kriterien für mindestens eine weitere Diagnose. Die häufigsten Komorbiditäten bestimmen die Behandlung entscheidend mit.
der PTBS-Betroffenen erfüllen die Kriterien für mindestens eine weitere psychische Störung (Kessler et al., 1995; Brady et al., 2000).
Wer nur einen PTBS Test online macht, übersieht diese Zusammenhänge. Flashbacks und Übererregung können auch bei Borderline auftreten. Emotionale Taubheit ist ein Kernsymptom der PTBS, aber auch der Depression. Vermeidungsverhalten findet sich bei PTBS, bei Angststörungen und bei Anpassungsstörungen.
Unser Testverfahren erfasst das gesamte klinische Bild und erkennt, welche Störungsbilder zusammenwirken – für die richtige Behandlung.
Die häufigste Komorbidität. Über die Hälfte der PTBS-Betroffenen entwickelt eine komorbide depressive Episode – mit Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Suizidgedanken.
Mehr über DepressionGeneralisierte Angst, Panikstörung und soziale Angst treten häufig parallel zur PTBS auf. Übererregung und Vermeidung sind beiden gemeinsam.
Mehr über AngststörungenAlkohol und Substanzen werden häufig als Selbstmedikation eingesetzt – zur Betäubung von Flashbacks, Schlafstörungen oder emotionalem Schmerz. Eine gefährliche Spirale.
Komplexe PTBS wird besonders häufig mit Borderline verwechselt – die Symptome (Emotionsregulation, instabile Beziehungen, Identitätsstörung) überlappen massiv. Eine sorgfältige Differenzierung ist entscheidend.
Mehr über Borderline
Die S3-Leitlinie empfiehlt traumafokussierte Psychotherapie als Behandlung der ersten Wahl. Welches Verfahren das richtige ist, hängt davon ab, ob eine PTBS, komplexe PTBS oder Anpassungsstörung vorliegt – und welche Komorbiditäten bestehen.
Eye Movement Desensitization and Reprocessing – das am besten untersuchte Verfahren für PTBS. Traumatische Erinnerungen werden durch bilaterale Stimulation verarbeitet und neu integriert.
Kognitive Verarbeitungstherapie (CPT) und Prolongierte Exposition – beide bearbeiten traumatische Erinnerungen systematisch und verändern dysfunktionale Überzeugungen.
Bei komplexer PTBS beginnt die Behandlung mit Stabilisierung und Emotionsregulation, bevor traumafokussiert gearbeitet wird. Ein phasenorientiertes Vorgehen ist hier Standard.
Antidepressiva (v.a. SSRI) werden bei schwerer PTBS oder komorbider Depression empfohlen. Sie ersetzen keine Psychotherapie, können diese aber unterstützen.
Klassische PTBS spricht auf EMDR und traumafokussierte KVT hervorragend an. Komplexe PTBS erfordert ein phasenorientiertes Vorgehen. Eine Anpassungsstörung braucht einen anderen Fokus als eine PTBS. Und bei komorbider Depression müssen beide Störungsbilder parallel behandelt werden. Ohne fundierte Diagnostik riskieren Betroffene den falschen Behandlungsweg.
| Kostenlose Selbsttests | Unser Testverfahren | |
|---|---|---|
| Umfang | 10–22 Fragen (PCL-5 / IES-R) | Umfassendes Screening + SCID-5 |
| Auswertung | Automatisch (Algorithmus) | Persönlich durch Psychologen |
| Ergebnis | Punktwert / Ampelfarbe | Verdachtsdiagnose nach ICD-11 |
| PTBS vs. kPTBS | Nicht unterscheidbar | Differenziert erfasst |
| Trauerstörung | Nicht erfasst | 6B42 mitberücksichtigt |
| Anpassungsstörung | Nicht abgegrenzt | Gezielt differenziert |
| Komorbide Depression | Nicht erkannt | Systematisch erfasst |
| Persönlichkeitsstörungen | Nicht erfasst | SCID-5-SPQ deckt alle PS ab |
| Handlungsempfehlung | Keine | Individuelle Empfehlung |
PTBS, komplexe PTBS, Anpassungsstörung, anhaltende Trauerstörung – oder doch eine komorbide Depression? Unser Testverfahren differenziert, was kein kostenloser PTBS Test online leisten kann.
Der WHO-5 misst Ihr allgemeines psychisches Wohlbefinden in einer Minute. Kein PTBS Test im engeren Sinne, aber ein starkes Signal – denn Belastungsstörungen gehen nahezu immer mit deutlich reduziertem Wohlbefinden einher.
Jetzt kostenlos testenPsychologe (M.Sc., Note 1,5) mit Masterarbeit über psychologische Online-Diagnostik (Note 1,0). Belastungsstörungen gehören zu den am häufigsten fehldiagnostizierten Störungsbildern – insbesondere die Abgrenzung von komplexer PTBS und Borderline. Ich werte jedes Ergebnis persönlich aus und differenziere sorgfältig zwischen den verschiedenen Belastungsformen.